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Integrationsbeauftragte
Stadt Erftstadt
Amt für Jugend, Familie und Soziales
Fachdienst Migration und Integration
Holzdamm 10
50374 Erftstadt

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Sandy Auert
Büro: 02235 699 145
Mobil.: 0178 5467596
Fax: 02235-698135

Ilias Papapostolou
Büro: 02235 690 542
Mobil: 0170 3380211
Fax: 02235-698135

 

Ökumenischer Arbeitskreis und Pro Asyl


Menschen-Begegnung



Was ist machbar?
Was können wir längerfristig durchhalten?
Wir brauchen einen langen Atem!

Mit diesen Aussagen wurde im Jan. 1991 der ökumenische Arbeitskreis Flüchtlingshilfe gegründet. Viele Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Ländern, Aussiedler und Übersiedler aus der ehemaligen DDR waren in Erftstadt-Liblar im alten Rathaus untergebracht. Es platzte aus allen Nähten und schon bald wurden in anderen Ortsteilen Flüchtlingsheime eingerichtet. Durch Verteilung von Sachspenden aus der Bevölkerung bekamen wir sehr schnell Kontakt zu den Flüchtlingen. Schon bald konnten wir regelmäßige Angebote durchführen:

  • Spielkreis für Kinder
  • Frauengesprächsrunden
  • Hausaufgabenhilfe
  • Spielerische Deutschkurse
  • Organisation von Festen und Begegnungen

Das enge Zusammenleben in den Übergangsheimen, das Arbeitsverbot, die vielen temperamentvollen Kinder brachten viele Probleme. Es war laut, es gab viel Müll. Keiner wollte den Dreck des anderen wegmachen. Durch Hausversammlungen, Diskussionsabende mit Anwohnern, Runde Tische wurden immer wieder Lösungen besprochen. Hilfreich waren dabei die Übersetzungen der Erftstädter Bürger. Die Begleitung zu Ärzten, Anwälten, Behörden, wie z.B. Konsulate und Ausländeramt. Durch einen Kennlernabend im Übergangsheim in Liblar wurden Kontakte zu Familien hergestellt. Eine Schulklasse der Kerpener Hauptschule drehte ein Video über das Leben in einem Übergangsheim. Eine Realschulklasse kam und brachte Stofftiere für die kleinen Kinder mit. Viele schöne Feste haben wir miteinander gefeiert. Immer wieder haben wir von unseren Erfahrungen berichtet, z.B. durch Ausstellungen, bei Veranstaltungen, auf Tagungen, beim Katholikentag in Hamburg. Dort konnte Frau Keßler bei der Schlußveranstaltung mit Bundespräsident Rau von der Situation hier vor Ort berichten.

In den letzten Jahren hat sich unsere Arbeit stark verändert. Viele Familien sind jetzt nicht mehr in Übergangsheimen sondern in Wohnungen untergebracht. Die Kinder haben durch Kindergarten, Schulen und Nachbarschaft neue Kontakte knüpfen können. Jugendliche sind auf der Suche nach einer Lehrstelle oder sind in der Ausbildung. Für die geduldeten Erwachsenen ist es nach wie vor schwierig eine Arbeit zu finden, da ihr Aufenthalt regelmäßig nach drei Monaten verlängert werden muss. Wir halten den Kontakt weiterhin durch Spielangebote, dienstags, 16.30 – 18.00 Uhr im Übergangsheim, Radmacherstr. in Liblar. Frauengsprächsrunden zu allen aktuellen Themen alle zwei Monate, Veranstaltungen und Hausbesuche.
Dankbar sind wir für die Gastfreundschaft, für Einladungen zu Hochzeiten, Hennafesten und auch Beschneidungszeremonien. Viele schöne Photos erzählen davon. Es gibt viele Gespräche und Einblicke in andere Kulturen und Religionen. Der Verlust der Heimat, ihre Sorgen um die ungewisse Zukunft, hat uns oft betroffen gemacht. Was wird aus ihnen und den Kindern? Wir wünschen und hoffen, dass sie sich bei uns einleben und eine neue Heimat finden.

Ökumenischer Arbeitskreis Flüchtlingshilfe
St. Barbara, Roncallistr. 14

Kontaktadressen:

M. Keßler, Tel. 02235/41057, kath. Pfarramt St. Barbara in Erftstadt
M. Callsen, Tel. 02235/ 41678, ev. Friedenskirche in Erftstadt
M. Kubella, Tel. 02235/ 2332, kath. Pfarramt St. Barbara in Erftstadt

Pro Asyl
An der Vogelrute 8
50374 Erftstadt
H.Berbuir, Tel. 02235/ 409209

 

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